Stevia
Anbau und Verarbeitung
Stevia ist eine krautartige, blattreiche Pflanze aus der Familie der Compositae (Korbblütler) und wächst strauchartig bis zu einer Höhe von ca. 50-100 cm. Die Wurzeln sind mehrjährig, ertragen aber keinen Frost und dringen nur 15-25 cm in den Boden ein.
Die Pflanze wächst gut auf feuchtem, grobkörnigem, sandigem Boden und liebt Temperaturen um die 24 Grad.
Im mediterranen Klima gedeihen die Pflanzen prächtig. Mehrere Ernten im Jahr sind möglich. Dabei werden die die oberirdischen Pflanzenteile einfach abgeerntet - der Wurzelstock treibt dann wieder neu aus.
Stevia-Blätter werden zu Beginn der Blüte (normalerweise im Spätsommer/Frühherbst) geerntet. Dann ist der Anteil an Steviosid, das die Süße verursacht, am Größten.
Je nach geologischer Lage (Anbaugebiet) kann unter günstigen Umständen auch ganzjährig geerntet werden.
Nach dem Ernteprozess durchlaufen die Blätter verschiedene Stufen aus denen auch unterschiedliche Produkte hervorgehen können.

Trocknung der grünen Blätter
Durch einfache, schonende Trocknung (wie z.B. beim Grün-Tee) werden die süssen Blätter haltbar gemacht und können direkt als Tee bzw. zum Süßen von Tees, Salaten, und dergleichen verwendet werden.
Vergleichbar mit Tees oder Kräutern sind die getrockneten Blätter bei korrekter Lagerung mehrere Jahre haltbar.

Vermahlung zu Blattpulver
Die getrockneten Blätter werden fein vermahlen und eignen sich somit besser zum Einmischen in die verschiedensten Speisen und Getränke - der typisch 'grüne' Beigeschmack ist allerdings nicht immer willkommen.
In dieser Form wird Stevia auch verwendet als kosmetischer Grundstoff für die Anwendung in Masken, Kurpackungen und als Badezusatz.
Extraktion durch
Heisswasser-
oder
Alkohol-Auszug
Die süssen Bestandteile (Stevioside, Rebaudioside, etc.) werden bei Temperaturen von 85-100 °C in Wasser 'ausgekocht' oder mit Hilfe von Alkohol ausgelöst.
Daraus entstehen dann zunächst weisse, vom Chlorophyll befreite Produkte. In weiteren Schritten entstehen durch Zugabe von ebenfalls kalorienarmen Hilfsstoffen wie z.B. Reis-Maltodextrin oder Süssholz-Extrakt anwenderfreundliche, leicht dosierbare Endprodukte mit optimalem Geschmacksprofil.
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