Chinesischer Tee zur Gesundheitsförderung
Zuerst war Tee ein Heilmittel,
dann wurde er zu einem Getränk.
Ursprünglich wurde der Tee ausschließlich als Heilmittel bzw. als geistige Stimulanz verwendet. Um die medizinischen Eigenschaften des Tees zu gewinnen, wurden schon vor Jahrtausenden genaue Gewinnungs- und Aufbereitungsformen entwickelt.
Die weltweite Verbreitung als Getränk und die dadurch erforderlichen roßproduktionen machten den Weg frei für naturverachtende, industrielle Fertigung und sogar für das Auslagern der Teepflanze in andere Regionen, sogar in andere Länder, wo keineswegs günstige Umweltbedingungen und Bodenbeschaffenheit vorhanden sind, die alle günstigen Wirkstoff-Entwicklungen in der Tee-Pflanze ermöglichen.
Die ursprünglichen Umweltbedingungen und Bodenbeschaffenheiten Chinas sind aber die Grundlage für die wirksamen Inhaltsstoffe der ursprünglichen Grünen Tees.
Diese, traditionell über 4.000 Jahre entstandenen und immer wieder bestätigten, einfachen Formeln nach denen auch heute noch Heilpflanzen angebaut und zur Weiterverwendung präpariert werden, um das Optimum der in ihnen wirksamen Kräfte an den Aufguss abzugeben, wirken vielleicht primitiv - aber es ist die reinste Praktik einer Nutzbarmachung jener Energien, die in einer Pflanze vorhanden sind.

Kein anderer Aufbereitungsprozeß kann diese ursprünglichen, natürlichen Methoden ersetzen.
Jede Verfälschung der Vorgänge vom Anbau bis hin zum fertigen Tee-Trunk zugunsten, z.B. einer neuen Geschmacksrichtung, einer höheren Ausbeute oder einer schnelleren Ernte, muss bereits als ein Schritt zur Zweckentfremdung und Entwertung der dem Blatt innewohnenden Substanzen angesehen werden.
Mit der Verbreitung des Tee ab dem 16. Jahrhundert in die westliche Welt entstanden Problematiken, die für die Massenproduktion ein Abwenden von den traditionellen Herstellungsmethoden notwendig machten.
Es galt einen großen Bedarf zu decken und den Tee so zu präparieren, dass er die langen Transportwege überstand.
Die Genussmittelindustrie bedient sich heute der Techniken des industriellen, maschinellen Anbaus und Ernte des Grün-Tees, dessen Blätter -geschnitten, gebrannt, bestenfalls mit Geschmacksstoffen versetzt, schlimmstenfalls mit Pestiziden vermischt – eine Vielfalt der Wirkstoffe entzogen werden oder diese, in einem Missverhältniss zusammenkommenden und strukturell veränderten Inhaltsstoffe, ihren lebensspendenden Funktionen nicht mehr gerecht werden können.
Das so kastrierte und mutierte Tee-Blatt, fern jeder heilenden und anregenden Wirkung ist sicherlich noch weit bekömmlicher als so manches moderne Limonadengetränk, hat aber nichts mehr mit dem Tee gemeinsam, von dem wir hier sprechen.
Von diesem Gesichtspunkt betrachtet, erhält der Vorgang der manuellen Teeaufbereitung eine völlig neue Bewertung.
Die nichtindustrielle Tee-Herstellung findet gerade in der Handarbeit ihre Bestätigung. So gibt es noch eine große Zahl von Qualitäts-Tee-Hersteller, deren Philosophie es ist, dass das Handpflücken einerseits einen Energieaustausch Mensch-Pflanze aktiviert - andererseits, das den Schock durch maschinelle Pflückung verhindert. In weit höherem Grad darf man voraussetzen, dass bei den verschiedenen manuellen Prozessen, die den Aufbereitungsprozeß ausmachen, Kräfte transmittiert werden, die einen akkumulierenden Effekt auf die Energie der Pflanzenzellen haben.
Zu der zelleigenen Energie kommt also die ausstrahlende Energie des Menschen, in dem das lebende Blattmaterial in rhythmischer Folge mit den Innenflächen und Fingerspitzen der arbeitenden Hände in Berührung gelangt.
Man weiß beispielsweise von der Heilmassage, dass von den Händen, bzw. von den Fingerspitzen des Heilmagnetopathen, derartige Übertragungen stattfinden, deren Wirkung sich ohne weiteres beim Patienten feststellen lässt.
Seit Mitte des 19. Jahrhundert beschäftigen sich naturwissenschaftliche Forscher mit dem Nachweis eines Empfindungslebens bei den Pflanzen - mit Erfolg.
Pflanzen haben sich über einen weitaus größeren Zeitraum wie der Mensch entwickelt, wenn auch in eine andere Richtung.
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